Margos Spuren, John Green

Jack Shakespearow/30. Dezember 2023/Buchrezensionen
Margos Spuren, John Green - Rezension

Margos Spuren, John Green - Rezension

Buchbesprechung: Margos Spuren

Autor: John Green

Gesamtbewertung:

Zusätzliche Informationen:

  • Herausgeber: DTV
  • Originaltitel: Paper Towns
  • Rezensent hat das Buch gelesen: 5 Stunden
  • Anzahl der Seiten: 336
  • ISBN: 978-3-423-62499-2

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Rebellin ohne Grund oder ein Blick in die Seele einer einsamen Teenagerin

Jeder junge Mensch erlebt Krisen. Man ist wütend auf die Familie, die Schulpflichten, schier unerreichbare Ziele oder Freunde, die uns nicht wirklich verstehen. Aber alles sollte seine
Grenzen haben…

Inhalt

Quentin und Margo kennen sich seit ihrer Kindheit. Sie sind in der gleichen Straße aufgewachsen, und obwohl sie inzwischen fast erwachsen sind, hegt Quentin immer noch Gefühle für seine geheimnisvolle Nachbarin. Sie hingegen tut so, als sei die Freundschaft aus Kindertagen verflossen; in der Schule ist sie der Star und hat ihren eigenen Freundeskreis. Bis die Beziehung zu ihrem derzeitigen Freund in die Brüche geht. Da klopft Margo an Quentins Fenster und bittet ihn, sie durch die Nacht zu chauffieren und auf ihrem Rachefeldzug zu begleiten. Quentin stimmt schließlich zu und genießt allmählich das Abenteuer, auch wenn er dabei manchmal seine Haut riskiert. Am nächsten Tag verschwindet Margo jedoch, sie kommt nicht zur Schule und ihre Eltern wissen nicht, wohin sie sich wieder verirrt hat und wann sie zurückkehren will. Während ihre Familie verzweifelt, schwört Quentin, sie zu finden. Koste es, was es wolle…

Wie immer radelte Margo im Stehen, mit verschränkten Armen, über den Lenker gebeugt, und ihre lila Turnschuhe drehten sich so schnell auf den Pedalen, dass sie aussahen wie eine lila Wolke. Es war ein drückend heißer Märztag. Der Himmel war blau, doch die Luft schmeckte säuerlich, als würde später ein Sturm aufziehen.John Green
John Green Margos Spuren

Rezension

Das Buch beginnt mit einer angespannten Situation, die weiter eskaliert. Quentin und Margo, damals noch Kinder, finden gemeinsam die Leiche eines Mannes, der sich erschossen hat. Dabei werden die unterschiedlichen Charaktere der beiden Figuren sichtbar, was aber im weiteren Verlauf des Buches untergeht. Diese Chance hat der Autor einfach vertan.

Die beiden Protagonisten sind völlig unterschiedlich, obwohl Quentin in Margo das Objekt seiner verborgenen Begierde sieht, die er nicht zu äußern wagt. Margo ist eine geheimnisvolle Person, die sich nach Abenteuern sehnt und alle Regeln ignoriert. Sie macht, was sie will, und ihre ungezügelte Natur treibt sie immer wieder zur Rebellion an, obwohl sie auf den ersten Blick keinen Grund dazu hat – sie wächst in einer Familie auf, die stinknormal zu sein scheint. Anders verhält es sich bei Quentin. Seine Eltern sind Psychologen und versuchen, Methoden aus ihrer alltäglichen Berufspraxis bei ihm anzuwenden. Infolgedessen wirkt er verschlossen, geht streng seinen Pflichten nach und respektiert die Wünsche seiner Umgebung. Jetzt ist er allerdings Margo zuliebe bereit, diese Vorsätze fallen zu lassen.

John Green autor

John Green autor

Margo hat Rätsel immer geliebt. Und bei allem, was später passierte, wurde ich den Gedanken nicht los, dass sie Rätsel vielleicht so liebte, dass sie selbst zu einem wurde.John Green

Die Handlung hat einen gewissen Schwung, der in der zweiten Hälfte etwas nachlässt. Dem Leser bleibt nur die Spannung, die Margo um sich herum aufbaut, sowie einige witzige Szenen, die sich hier und da ergeben. Dennoch schafft es die Geschichte, Erwartungen zu wecken, auch wenn die Handlung nicht viel voranschreitet. Die Protagonisten im Teenageralter, ihre Sprache, Handlungsweise und die Abenteuer, die sie erleben, werden ihre Zielgruppe auch dann ansprechen, wenn ein erfahrener Leser schon aufgeben würde. Literaturkritiker werden sicher einige Schwachstellen in der Struktur der Geschichte und der Figuren ausmachen – die Art und Weise, wie Margo rebelliert (sie wirkt eher verwöhnt als verloren), die widersprüchlichen Handlungen des Haupthelden… Wenn man jedoch die Zielgruppe des Buches berücksichtigt, fallen diese Schwachstellen nicht weiter ins Gewicht.

Fazit

„Margos Spuren“ ist eine Geschichte, in der der Kontrast zwischen den Hauptfiguren eine große Rolle spielt. Ihre Charaktere formen sich gegenseitig und das macht sie interessant. Das Buch ist für Leser empfehlenswert, die Genremischungen mögen – von Romantik über ein Abenteuer bis zum Drama.

Pluspunkte und besondere Merkmale

  • Kontrastfiguren
  • mehrere witzige Situationen
  • die Spannung schwankt gelegentlich
  • Abenteuer
  • etwas Romantik
  • die Geschichte kann die Neugier der Leser wecken

Für wen ja

  • für jüngere Jahrgänge
  • für Mädchen und Jungen
  • für alle, die Abenteuergeschichten mit jugendlichen Charakteren mögen

Für wen nicht

  • für anspruchsvolle Leser, die eine komplexe Geschichte schätzen und Tiefgang mögen

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Jack Shakespearow ist ein Meister der Worte. Das Schreiben verleiht ihm Flügel. Auf den Flügeln der Fantasie entdeckt er das Unbekannte, er betrachtet die Welt aus der Vogelperspektive und beschreibt ihre vielen Farben, Menschen, sowie große und kleine Dinge dieser Welt. Da sein letzter Gedichtband Hungry as a Writer keinen guten Absatz findet, machte er aus Rezensionen und Blogs für uns einen Zuverdienst. Und die kann er wirklich gut.

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