Federgrab, Samuel Bjørk

Jack Shakespearow/21. Januar 2024/Buchrezensionen
Federgrab Samuel Bjørk rezension

Federgrab, Samuel Bjørk - Buchrezension

Buchbesprechung: Federgrab

Autor: Samuel Bjork

Gesamtbewertung:

Zusätzliche Informationen:

  • Herausgeber: Goldmann
  • Rezensent hat das Buch gelesen: 6 Stunden
  • Anzahl der Seiten: 512
  • Originaltitel: Uglen
  • Jahr der Veröffentlichung: 2018
  • ISBN: 978-3-442-48226-9

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Symbol der Weisheit oder eher des grausamen Todes?

Welches Tier löst bei Ihnen die größte Angst aus? Ich würde auf eine Spezies tippen, die von Natur aus groß gebaut ist und riesige Krallen sowie scharfe Zähne hat… Aber eine Eule? Kann ihr Anblick jemanden erschrecken? Wenn Sie den Eulen bisher nur Weisheit zugeschrieben haben, könnte sich das leicht ändern… Der zweite Teil der Holger Munch und Mia Krüger-Serie wird Ihnen zeigen, warum…

Inhalt

Holger Munch und Mia Kruger sind trotz einigen Unmutes wieder vereint, um ein weiteres schweres Verbrechen aufzuklären. Als eine der Insassen einer Anstalt für abnorme Jugendliche verschwindet, schenkt dem niemand große Beachtung. Bis… Camilla Greens Leiche im Wald gefunden wird und die seltsamen Kulissen für Schrecken sorgen. Das Opfer hat eine Rose im Mund, der Ort, an dem sie starb, ähnelt einem Eulennest, und überall liegen Federn herum…

Handelt es sich hier um ein absonderliches Ritual? Das Ermittlerteam findet heraus, dass das Opfer in den letzten Wochen vor seinem Tod durch die Hölle gegangen ist. Aber die Ermittlungen führen zuerst in eine Sackgasse. Nach einer gewissen Zeit meldet sich bei einem der Detektive ein Hacker mit einem grauslichen Video. Als neben dem Opfer auch noch eine mit Federn geschmückte Gestalt im Video auftaucht, ist der Schauer im Verhörraum greifbar. Wer steckt hinter dieser Tat? Wird sie eine Fortsetzung haben?

„Federgrab“ erfüllt alle Erwartungen, die der Leser an skandinavische Krimis hat: düstere Thrillerkost, nichts für Zartbesaitete; Gänsehaut garantiert.Buxtehuder Tageblatt

Rezension

Der Prolog bleibt noch lange im Kopf hängen. Die offenen Fragen lassen sich nicht so einfach beantworten. So sucht der Leser nach Zusammenhängen, nach neuen Details und versucht, subtile Hinweise zu finden, die zur Lösung des Falles beitragen könnten. Wenn Sie gerne selbst versuchen festzustellen, wer der Mörder ist oder wer hinter dem ganzen Verbrechen steckt, dann stellt der Autor in diesem Fall Ihre Nerven tatsächlich auf die Probe. Ein paar Hinweise und Anhaltspunkte sind zwar im Text enthalten, aber erst später stellt sich heraus, dass es sich um falsche Spuren handelt, die den Leser täuschen und verwirren sollen.

Wenn Sie den ersten Band dieser Reihe – „Engelskalt“ – gelesen haben, werden Ihnen vielleicht einige Ähnlichkeiten auffallen, und dass nicht nur wegen der gleichen Namen, die in der Handlung vorkommen. Schon bald ist die Handschrift des Autors deutlich zu erkennen – kurze Kapitel, häufige Szenenwechsel, die Details zum Mord, der Ermittlungsverlauf… Man würde „Federgrab“ also auch mit geschlossenen Augen sofort mit „Engelskalt“ in Verbindung bringen.

Falls Sie sich fragen, ob man zuerst den ersten Band der Serie lesen und erst dann „Federgrab“ in die Hand nehmen soll, dann lautet die Antwort: Ja, ganz eindeutig ja. Während die beiden behandelten Fälle voneinander getrennt sind, gibt es im Privatleben der Mitglieder des Ermittlerteams viel Gemeinsames. Und das ist gar nicht so unbedeutend.

Sowohl Holger als auch Mia sind nicht nur auf ihren Beruf reduziert, man erfährt auch viel über ihr Leben und ihre Familien bis hin zu ihren Problemen und inneren Befindlichkeiten.

Fazit

Selbst Passagen, in denen die Ermittlungen stocken (und davon gibt es nicht wenige!), bleiben dank dem großartigen Erzählungsstil packend. Ich empfehle dieses Buch Lesern, die schon etwas zu viel „Erfahrung“ mit skandinavischen Krimis haben und denken, dass sie nichts mehr überraschen kann. Aber es gibt immer Raum für Neues… Samuel Bjork hat das perfekt genutzt.

Empfehlenswert:

  • für Leser, die eine interessante Handlung suchen
  • wenn Ihnen der erste Teil der Serie mit dem Titel „Engelskalt“ gefallen hat und Sie neugierig sind, wie es mit den Ermittlern weitergeht

Plus

  • eine Reihe von Tatsachen, die den Leser bei der Suche nach dem Mörder irreführen
  • originelle Handlung
  • packende Stimmung
  • kurze Kapitel, die schnell zu lesen sind
  • neben dem Kriminalfall schildert das Buch auch das Privatleben der Ermittler

Minus

  • der Autor widmet dem Innenleben der Ermittler fast zu viel Zeit
  • manchmal ist die Geschichte nicht glaubwürdig
  • einige Elemente und Beschreibungen wiederholen sich

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Jack Shakespeare

Jack Shakespearow

Jack Shakespearow ist ein Meister der Worte. Das Schreiben verleiht ihm Flügel. Auf den Flügeln der Fantasie entdeckt er das Unbekannte, er betrachtet die Welt aus der Vogelperspektive und beschreibt ihre vielen Farben, Menschen, sowie große und kleine Dinge dieser Welt. Da sein letzter Gedichtband Hungry as a Writer keinen guten Absatz findet, machte er aus Rezensionen und Blogs für uns einen Zuverdienst. Und die kann er wirklich gut.

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